Harburger Kreisvorstand begrüßt Entscheidung von Franziska Drohsel

Artikel erschienen in: Aktionen Presse 4. December 2007

Artikel geschrieben von Andre Behrens

franziska_drohsel.jpg

Harburg, Mit Freude durften wir, als Kreisvorstand der Jusos Harburg feststellen, dass Franziska Drohsel, unsere frisch gewählte Bundesvorsitzende der Jusos, ihre Mitgliedschaft in der vom Verfassungsschutz beobachteten Organisation “Rote Hilfe e.V.” beendet hat.
Sie signalisierte in diesem Zusammenhang, dass aufgrund der in der Presse, sowie in den eigenen Reihen aufgekommenen Turbulenzen ihre Arbeit als Bundesvorsitzende der Jusos im Vordergrund stehe. Des Weiteren war es ihr Wunsch, dass die ständige Erwähnung der Jusos in der Presse sowie die von der CDU betriebene Hetze im Bezug auf ihre Mitgliedschaft ein baldiges Ende finden müsse.

Hierzu erklärte Ronja Schmager (Stellv. Kreisvorsitzende der Jusos Harburg): “Wir Harburger Jusos begrüßen die Entscheidung von Franziska Drohsel, den Verein “Rote Hilfe e.V.” zu verlassen und sich ihrer repräsentativen Verantwortung als Juso-Bundesvorsitzende zu stellen und hoffen auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Ronja Schmager verdeutlichte außerdem, dass sich der Juso-Vorstand des Kreises Harburg ausdrücklich von dem Verein “Rote Hilfe e.V.” distanziert und dessen Arbeit in der Vergangenheit und auch in der Zukunft in keinster Weise unterstützt hat und wird.

11 Kommentare Deinen eigenen Kommentar hinzufügen

  • 1. André Behrens  |  Geschrieben 9. December 2007 / 11:10

    Liebe Benutzer,
    leider hatten wir ein kleines Problem mit den Kommentaren, welche sich leider in Luft aufgelöst haben.
    Ich bitte euch dies zu entschuldigen und möchte hier noch einmal die mir bislang bekannten Kommentare auflisten:

    *André Behrens schrieb:*
    Lieber Saschk,
    ich muss dir in der Beziehung, dass niemand die Jusos beschuldigt hat leider wiedersprechen. So wurden von der Presse sowie von anderen Institutionen durchaus kritische Beiträge zu den Jusos gebracht.
    Außerdem wurden wir Jusos so ins Licht gestellt, dass wir ein Haufen von “Rote Hilfe” Anhängern wären, was aber so definitiv nicht stimmt.
    Des Weiteren wurde von einigen Jusos eine Fan-Seite für die “Rote Hilfe” eingerichtet.

    Diesem wollten mit unser abgegebenen Erklärung ein Zeichen entgegen setzen und somit verdeutlichen, dass es bei den Jusos durchaus noch Menschen gibt, die sich der “Roten Hilfe” nicht anschließen und das gerade im Harburger Kreis die “Rote Hilfe” als Organisation nicht akzeptiert wird und sich die hier ansäßigen Jusos mit dieser auch nicht identifizieren.
    Ich denke außerdem, dass man gerade von uns erwartet zu gewissen Ereignissen Stellung zu beziehen und unsere Meinung klar zu äußern und somit dürfte dies also nicht wie du sagtest gegen uns sprechen…
    Mich würde in diesem Bezug auch interessieren, was für Vorurteile du gegen die Jusos hast bzw. welche Vorurteile du auf unsere Arbeit meinst anwenden zu können?!

    P.S. Das bei uns jeder aufs Dashboard zugreifen kann ist kein bug, sondern sogar gewollt ;)
    Wir haben nichts zu verstecken und bereiche,die die Administration betreffen sind `normalen Nutzern` nicht zugänglich.

    Liebe Grüße
    André Behrens

    *Incognito schrieb:*

    Ich weiß nicht, aber irgendwie haben die harburger Jusos schon etwas mit Franziska Drohsel zu tun, oder nicht?
    Wenn ein “schon irgendwie wichtiger” Juso in einem solchen Verein Mitglied ist/war, finde ich es okay, wenn jemand wie die stellvertretende Vorsitzende sagt, dass die harburger Jusos damit nichts zu tun haben, auch wenn nicht direkt allen Jusos vorgeworfen wird, mit Vereinen dieser Art zu sympathisieren.
    In den Köpfen vieler ist dennoch, “Wenn selbst die Bundesvorsitzende in so einem Verein ist, dann sind es die anderen doch erst recht”. Und ich denke mal, dass die harburger Jusos nicht die einzigen Jusos bleiben sollten, die sich von der “Roten Hilfe e.V.” distanzieren. Je mehr Juso Vorstände ihr Distanzierung verkünden, desto deutlicher wird es bei denen wahrgenommen, die die Jusos nur aus den Nachrichten kennen. Oder aus Foren..
    #

    5. incognito | Geschrieben 6. Dezember 2007 / 12:00

    Ahh zuspät :-/.. da ist mir André zuvor gekommen..

    *das_saschk schrieb:*

    @andre:
    >ich muss dir in der Beziehung, dass niemand die Jusos beschuldigt
    >hat leider wiedersprechen. So wurden von der Presse sowie von
    >anderen Institutionen durchaus kritische Beiträge zu den Jusos
    >gebracht.

    jaaha, da würd ichs nun mal besser finden, sich nicht auf eine von CxU vorgegebenen Auseinandersetzung einzulassen, die unter der Prämisse “Extremismus, links, rechts, alles das Gleiche” läuft – und sich erst recht nicht diesem im Grunde genommen, reaktionären Diskurs unterzuordnen, in dem man erstmal ein statement der Form “Extremisten? nicht bei uns.” abgibt..
    Und von harburger Jusos hat doch nun wirklich niemand geredet.

    >Außerdem wurden wir Jusos so ins Licht gestellt, dass wir ein
    >Haufen von “Rote Hilfe” Anhängern wären, was aber so definitiv
    >nicht stimmt.
    >Des Weiteren wurde von einigen Jusos eine Fan-Seite für die
    >“Rote Hilfe” eingerichtet.

    Da brauchst du dich nicht bei mir beschweren. Ich halte die RH für ne gute Sache :)

    >Ich denke außerdem, dass man gerade von uns erwartet zu
    >gewissen Ereignissen Stellung zu beziehen und unsere Meinung
    >klar zu äußern und somit dürfte dies also nicht wie du sagtest
    >gegen uns sprechen…

    es geht doch ums Inhaltliche. Ich würde mal sogar generell bezweifeln, dass der Mainstream überhaupt wusste, was die RH ist. Und ihr führt ja auch nicht aus, warum die RH doof sei. Da leiden doch die Inhalte zu Gunsten der Anschlussfähigkeit.

    >Mich würde in diesem Bezug auch interessieren, was für
    >Vorurteile du gegen die Jusos hast bzw. welche Vorurteile du
    >auf unsere Arbeit meinst anwenden zu können?!

    Errmm, konkret in diesem Beispiel: Ideal der goldenen Mitte, vorauseilender Gehorsam.

    >und bereiche,die die Administration betreffen sind `normalen
    >Nutzern` nicht zugänglich.

    ja, err das ist mir erst im Nachhinein aufgefallen.

    @incognito
    >“Wenn selbst die Bundesvorsitzende in so einem Verein ist, dann
    > sind es die anderen doch erst recht”.

    Ohh, das ist nun imho wirklich das Letzte, was man denken könnte.

    gruss+kuss
    das saschk

    *Incognito schrieb:*

    Das denke ich nicht.
    Sollte es allerdings entgegen meinem Gefühl doch so sein, ist ja alles in Butter und wir können uns entspannt zurücklehnen

    *André Behrens schrieb:*

    Hi saschk,
    nun das du die Rote Hilfe für ne gute Sache hältst, dass habe ich mir schon gedacht ;)
    Du hasst aber sicherlich auch bemerkt, dass wir in unserem Beitrag+ der Erklärung von Ronja Schmager nicht auf den Begriff Extremisten(links, rechts) eingegangen sind und ich auch nicht finde, dass wir dieses Inhaltlich rüberbringen.
    Ich bemerke allerdings, dass du derjenige bist, der uns versucht in eine bestimmte Ecke abzudrängen, sei es links oder rechts.
    Des Weiteren gehe ich mal davon aus, dass man den von dir genannten “Mainstream”, was ich sowieso für einen relativ fragwürdigen Begriff halte. In der Verkörperung von Menschen, die sich nicht mit gewissen Fakten auseinander setzen und Kommentare auch gerne einmal abgeben, ohne sich vorher informiert bzw. für sich selbst abgewegt haben, ob sie einer bestimmten Sache ihren Zuspruch oder ihren Wiederspruch entgegenstellen wollen.
    Ich kann dir aber versichern, dass dies bei uns nicht der Fall ist, denn wenn wir eine Aussage treffen ist diese auch derartig ausgearbeitet bzw. überdacht, dass gewisse Aspekte, wie die Unwissenheit zu einem Thema nicht gegeben sein werden.
    Zu deiner Aussage, warum wir keine Gründe für unsere Ablehnung der Roten Hilfe angegeben haben ist zu sagen, dass dieser Artikel sich eher auf unsere Juso Bundesvorsitzende Franziska Drohsel und unser Kompliment über ihre Entscheidung bezieht, als auf die Rote Hilfe.
    Ich möchte dir aber gerne einen Grund angeben, warum ich persönlich die Arbeit der Roten Hilfe für fragwürdig halte.
    1. So halte ich zum einen die Unterstützung von Straftätern, die bei Demonstrationen o.Ä. verhaftet werden für schlichtweg falsch, da ich behaupte, dass diese nicht ohne bestimmten Grund verhaftet bzw. bestraft werden. Außerdem sieht es das deutsche Strafrecht so vor, dass jeder Mensch, der vor Gericht steht auch einen nötigen und ausreichenden Rechtsbeistand erhält und somit finde ich es auch nicht Sinnvoll sich mit solchen Menschen zu sympathisieren und sich somit gegen den Staat zu stellen, welcher uns auch verkörpern soll.
    2. Gilt es, dass die Rote Hilfe auch ehemalige Mitglieder der RAF unterstützt, was ich persönlich für das Killer-Argument schlechthin halte, da ich mich in keinem Fall auf die gleiche Linie mit solchen Staatsfeindlichen Verbrechern stellen möchte.
    Ich denke aber trotzdem, dass man eventuelle Probleme, die eine Mitgliedschaft in einem umstrittenen Verein nach sich ziehen unbedingt diskutieren muss und das haben wir in unserem Kreisvorstand, in diesem Artikel und mit unserem Kommentaren getan bzw. sind dabei xD.
    Deshalb empfinde ich es auch als nicht angebracht zu sagen, wir wären auch nur anlässlich irgendeinem Bezug gehorsam, da sich die Jusos Harburg immer, auch in schwierigen Situationen eine eigene Meinung gebildet haben und diese auch vertreten. Hierzu kann ich dir auch verraten, dass der von uns geschriebene Artikel auch im Kreis Harburg bei der SPD nicht bei jedem auf Zustimmung trifft und trotzdem sind wir es, die diese Meinung vertreten.
    Ich denke also, dass deine Vorurteile durchaus als falsch bezeichnet werden können und möchte dir außerdem sagen, dass unser Beitrag auch nicht darauf abzielt irgendeine Art von “goldener Mitte” als solches darzustellen sondern wir haben unsere Meinung zu diesem Thema gesagt und dies dahingehend begründet, dass die Rote Hilfe nicht in unser Bild eines Jusos passt.
    Die Rote Hilfe wird ja nun auch nicht grundlos vom Verfassungsschutz überwacht und wie schwer es in Deutschland fallen kann gewisse Organisationen in ihrer Handlungsweise einzuschränken, zeigen ja viele Beispiele.
    In diesem Bezug kritisiere ich die Arbeit Extremistischer Organisationen, die Verfassungsfeindliche Aktionen hinter Begriffen, wie sozialer Aktivität verstecken und diese auch damit begründen allgemein und halte diese auch nicht für richtig.

    In diesem Sinne und um vielleicht auch deine Meinung über uns zu ändern lade ich dich herzlich ein mit uns über deine Meinung zu diskutieren und einfach eine nächste Sitzung von uns zu besuchen, ich würde mich freuen.

    Dein
    André Behrens

    *Niels Kreller schrieb:*

    “Diesem wollten mit unser abgegebenen Erklärung ein Zeichen entgegen setzen und somit verdeutlichen, dass es bei den Jusos durchaus noch Menschen gibt, die sich der “Roten Hilfe” nicht anschließen und das gerade im Harburger Kreis die “Rote Hilfe” als Organisation nicht akzeptiert wird und sich die hier ansäßigen Jusos mit dieser auch nicht identifizieren.”

    Erst einmal möchte ich feststellen, dass dies (eigentlich kann man sagen schon wissentlich) die Unwahrheit ist. Die Juso-Gruppe Harburg wendet sich gegen die von einer Koalition aus Nazis – Junge Union & weiteren rechten CDUlern – Springer-Presse – rechten Jusos betriebene Hetze gegen Franziska Drohsel.

    Wir halten das Engagement der Roten Hilfe für politisch Verfolgte und Inhaftierte für richtig und notwendig.

    Soweit (vorerst) die Juso-Gruppe Harburg. Weiteres wird folgen wenn wir weiter diskutiert haben.

    Ich vertrete die Position,, dass wer sich in das von Nazis angestoßene, anderen Rechten aufgenommene Hetzgeheul gegen AntifaschistInnen einreiht, eine Grenze überschreitet, jenseits derer eine konstruktive zusammenarbeit verunmöglicht wird.
    Es wird – auch in den vom Juso-Kreisvorstand bisher hier geäußerten Positionen – deutlich, dass der Antikommunismus (den Thomas Mann als die Grundtorheit der Epoche kennzeichnete) ein deutlich stärkeres Gewicht in dem politischen Agieren des Juso-Kreisvorstandes hat als der Antifaschismus. Wer aber aus der Geschichte die Schlußfolgerung zieht, dass es wichtiger ist die Linken zu bekämpfen als die Faschisten, der kann nichts gegen Nazis erwirken.

    Andre weiter:
    “So halte ich zum einen die Unterstützung von Straftätern, die bei Demonstrationen o.Ä. verhaftet werden für schlichtweg falsch, da ich behaupte, dass diese nicht ohne bestimmten Grund verhaftet bzw. bestraft werden.”
    Angesichts der Vorkommnisse bei Studierendenproteste, Antifa-Demos und G8-Demos aktuell eine günstigstenfalls lächerliche Aussage, historisch auf alle Fälle bedenklich.

    Andre weiter:
    “somit finde ich es auch nicht Sinnvoll sich mit solchen Menschen zu sympathisieren und sich somit gegen den Staat zu stellen, welcher uns auch verkörpern soll.”
    Ungeheurlich! Da finden welche DEN STAAT nicht gut. Weg mit denen hinter Schloß und Riegel! Ein Staat (was ist das eigentlich?) der Krieg führt und zuläßt, daß die Reichen immer reicher werden, verkörpert mich zumindest nicht – das verbitt ich mir und find den Gedanken widerlich.

    Andre weiter:
    “Die Rote Hilfe wird ja nun auch nicht grundlos vom Verfassungsschutz überwacht”
    Natürlich nicht. Schließlich ist die RH antikapialistisch und der Verfassungsschutz ein Überwachungsorgan eines kapitalistischen Staates.

    Soweit erst einmal.
    Vielleicht äußern sich ja auch noch andere Kreisvorstandsmitglieder.

    *André Behrens schrieb*

    Lieber Niels,
    ich möchte dir zu deinem Kommentar sagen, dass es mir durchaus wichtig ist kommunistische Aktivitäten in ihrer Wurzel zu blockieren!
    Es ist mir aber mindestens genau so wichtig die Arbeit von Nazis zu ersticken und ihnen ein Zeichen entgegen zu setzen !!
    Ich halte nämlich eine Politik der Zukunft für wesentlich effektiver als irgendeine Extremistische Lösung!!!
    Des Weiteren hat das eine mit dem anderen wenig zu tun und ich werde es auch nicht tolerieren von dir auf irgendeine Stufe mit Nazis reduziert zu werden!
    Gerade von dir hätte ich erwartet, dass Vorurteile in einem vorhergehenden Gespräch geklärt werden bevor du solch eine Behauptung in den Raum stellst!

    Ich sage dir außerdem, dass in unserem Kreisvorstand NIEMAND auch nur ansatzweise eine Hetze für die von Nazis vertretenen Positionen betreibt und diese auch nicht im bezug auf Franziska Drohsel vertritt.
    Wir haben lediglich ihren Austritt aus dem Rote Hilfe e.V. für gut befunden. Mehr nicht!
    Betrachte diesen Beitrag meiner seits bitte als Verwahnung, denn wir werden uns eine solche völlig Zusammenhalts lose Unterstellung ein weiteres Mal nicht gefallen lassen!

    *Incognito schrieb:*

    Ein Staat ist laut http://de.wikipedia.org/wiki/Staat …
    Mein Beitrag für heute.
    Ich habe leider nicht genug Zeit über ein Thema zu streiten, zu welchem mir notweniges Hintergrundwissen fehlt (Rote Hilfe e.V.).
    Morgen vielleicht :)
    Viel Spaß und n schönes Wochenende noch.

  • 2. Pantherchen  |  Geschrieben 9. December 2007 / 11:48

    Lieber Niels,
    ich finde du hast die Grenze überschritten in dem du mich/uns mit den Nazis in eine Reihe stellst!!! Das geht echt zu weit!!!
    Wir haben diesen Artikel nicht veröffentlicht um uns bei den Nazis einzureihen!!!!! oder bei den Hamburger Jusos, wir wollten damit nur unsere Meinung gegen die RoteHilfe verdeutlichen und das wir es gut finden, dass Franziska diesen undemokratischen Verein verlassen hat. Wir haben dies aus rein ideologischen Gründen getan und nicht mit böser Absicht Franziska gegenüber, da ich es persönlich gut finde, dass sie Vorsitzende ist. Das ich deshalb aber nicht mit ihren Einstellungen übereinstimmen muss, darf ich wohl, dank der freien Meinungsäußerung, in einem Artikel äußern.
    Wenn du mit den Aktivitäten der RotenHilfe übereinstimmst, akzeptiere ich das, ich muss es aber nicht auch sein.
    Ich hoffe du verstehst, dass wir mit dem Artikel nichts Böses wollten, wir vielleicht ein schlechtes Timing hatten, aber wir uns trotzdem nicht unserer Meinungsfreiheit berauben lassen.

    Desweiteren denke ich, dass du die Aussage uns als Nazis zu beschimpfen zurücknehmen solltest.

    Ronja

  • 3. Robert Patzwald  |  Geschrieben 9. December 2007 / 13:26

    Lieber Niels,

    ich kann Ronja nur beipflichten. Einen derartigen Angriff von dir hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Vergleiche im Bezug auf Junge Union, Nazis sowie anderen zu ziehen steht dir nicht gut. Es sind diese Gruppierungen, welche sich darstellen möchten. Nicht wir. Wir verteten unsere Meinung. Wenn du daraus Angriffe bzw. Paralellen ziehst, welche denen der Nazis bzw. der Jungen Union ähneln oder auch gleichzusetzen sind… Tchja, dann hast du in meinen Augen den Punkt der möglichen Zusammenarbeit zerstört.
    Ronja ist nicht nur die “pfiffigste” sowie vom persönlichen Charakter interessanteste Person, die ich auf der Jusoebene in Harburg kennenlernen konnte. Ronja verkörpert etwas wofür wir alle im Kreis stehen. Integrität. Wir sprechen die Dinge an und natürlich auch aus. Hinter den Berg halten wir mit unseren Meinungen nicht.
    Ich empfinde Deine Äusserungen und Kommentare als persönlich kränkend. Derartige fehlschüsse und der eigene Glauben man hätte etwas im Kreise Harburg gegen die Nazis bewegt sind nicht nur weltenfremde Phantastereien. Es sind lügen gegenüber der eigenen Person.
    Ich warte wie auch Ronja und viele weitere unserer Kreisvorstandsmitglieder nicht nur auf eine persönliche Entschuldigung. Nein, ich verlange als Mitglied des SPD Kreisvorstandes von dir eine öffentliche Entschuldigung zur nächsten Kreisvorstandssitzung.

    Robert

  • 4. Nicolai  |  Geschrieben 9. December 2007 / 13:32

    Ich kann mich den Worten von Ronja nur anschließen! Dass Sozialdemokraten ihre eigenen Genossen als Nazis beschimpfen, ist schon der Gipfel! Niels, ich glaube kaum, dass Du mit dieser schwarz-weiß-Malerei zu einer sachlichen Diskussion zu diesem Thema beiträgst.

    Schöne Grüße aus Schweden!
    Nicolai

  • 5. das_saschk  |  Geschrieben 9. December 2007 / 15:05

    vorneweg, der datencrash war der leserlichkeit nicht gerade zuträglich. ich für meinen teil finde hier keine nazivergleiche.

    @andre:

    >Ich bemerke allerdings, dass du derjenige bist, der uns versucht in
    >eine bestimmte Ecke abzudrängen, sei es links oder rechts.

    wenn ich mich nicht irre, habe ich das sogar selbst ganz am anfang geschrieben. ich bin kein mensch, der sich gerne erklären lässt, dass die welt komplexer ist als sie aussieht :)

    >[mainstream]

    es ging mir darum, dass der “breiten Öffentlichkeit” versichert wird, nichts mit der RH zu tun zu haben (“breite”, weil ihr ja nicht die einzige Juso-Gruppe gewesen seid). Inhaltlich wars absolut belanglos, Eher bestärkt man aber den Leser in seinem Ressentiment gegen radikale Linke, als mit einer “zweifelhaften” Organisation in Verbindung gebracht zu werden,
    Und darauf war das mit dem Mainstream und keine Ahnung haben bezogen. Es ging dem Mainstream (ja ich weiss gibts garnicht, aber genausow wenig gibt es Linke, Rechte, oder Politiker der Zukunft) ja niemals darum, was die RH wirklich für Ziele hat.

    >Gilt es, dass die Rote Hilfe auch ehemalige Mitglieder der RAF
    >unterstützt, was ich persönlich für das Killer-Argument
    >schlechthin halte, da ich mich in keinem Fall auf die gleiche
    >Linie mit solchen Staatsfeindlichen Verbrechern stellen
    >möchte.

    also erstens hast du das gerade ganz schön schwammig formuliert. Die RH versorgt sie doch nicht mit Waffen :P

    Zweitens solltet ihr mal klarbekommen worums eigentlich geht. Da war eine Bundesvorsitzende Mitlgied in einer Organisation. Von einigen Zielen dieser Organisation hat sie sich distanziert. Soviel ausserparteilicher Aktivität sollte doch auch einer Juso-Vorsitzenden gegönnt sein. Und genau das tut ihr offensichtlich nicht. Ihr habt euch für Drohsels Entscheidung und gegen die Rote Hilfe ausgesprochen, aber kein Wort über die mediale Kampagne im Vorfeld verloren.

    >In diesem Bezug kritisiere ich die Arbeit Extremistischer
    >Organisationen, die Verfassungsfeindliche Aktionen hinter
    >Begriffen, wie sozialer Aktivität verstecken und diese auch damit
    >begründen allgemein und halte diese auch nicht für richtig.

    ich bin mir ziemlich sicher, dass es u.a. auch die Jusos waren die in der Diskussion um den Volksentscheid darauf beharrt haben die Verfassung nicht als Maß aller Dinge zu nehmen..

    @niels:
    >Ein Staat (was ist das eigentlich?) der Krieg führt und zuläßt,
    >daß die Reichen immer reicher werden, verkörpert mich
    >zumindest nicht – das verbitt ich mir und find den Gedanken
    >widerlich.

    niedlich :)

    @andre:
    >ich möchte dir zu deinem Kommentar sagen, dass es mir
    >durchaus wichtig ist kommunistische Aktivitäten in ihrer Wurzel
    >zu blockieren!
    >Es ist mir aber mindestens genau so wichtig die Arbeit von Nazis
    >zu ersticken und ihnen ein Zeichen entgegen zu setzen !!

    vorher warf ich euch vor:

    >da würd ichs nun mal besser finden, sich nicht auf eine von CxU
    >vorgegebenen Auseinandersetzung einzulassen, die unter der
    >Prämisse “Extremismus, links, rechts, alles das Gleiche” läuft

    Da hilft auch das viele Blockieren und Zeichen Setzen nix.

    ich behaupte mal, dass du doch nicht alle meine vorurteile euch gegenüber entkräftet hast.

    gruss+kuss
    das saschk

  • 6. Niels Kreller  |  Geschrieben 9. December 2007 / 15:24

    An alle Juso-KV-Mitglieder:
    Wofür soll ich mich entwschuldigen? Wenn ihr so angepieckt von meiner Kritik seid, dass ihr sie gleich damit abwehren müßt ich hätte euch als Nazis bezeichnet, dann ist das nicht meine Schuld. Ich habe lediglich festgestellt, dass Franziska Drohsel von Nazis, CDUlern, Springer-Presse und aus Juso-Kreisen wegen ihrer Mitgliedschaft in der RH attackiert wird. Ich würde mir Gedanken machen, wenn ich auf einmal mit Nazis in einer Reihe stünde.

    Statt dessen ist aber mal wieder der Bote das Schwein und wird geköpft.

    Ich bleibe dabei, und da gibt es nichts zu widerrufen:
    Man kann gerne über das für und wider der RH diskutieren.
    Wenn aber jemand von Nazis attackiert wird, verlange ich, dass man sich dieser Person solidarisch beiseite stellt. Mindestens aber wie Beck und Heil hinter sie oder wenigstens den Mund hält.
    Wer sich aber einreiht ins Geheul (und die gemeinsame Position hierbei – in unterschiedlicher Ausprägung zwar – mit Nazis, CDU und Springer ist der Antikommunismus) einreiht, überschreitet eine Grenze.

    Insofern gibt es nichts, wofür ich mich entschuldigen müßte oder was ich widerrufen müßte – weder persönlich noch am Pranger auf der nächsten SPD-KV-Sitzung, an den ihr mich gerne stellen wollt.

  • 7. André Behrens  |  Geschrieben 9. December 2007 / 19:24

    Zu aller erst möchte ich mich noch einmal wegen des Kommentar Wirrwarrs endschuldigen, wird nicht nochmal vorkommen :-)
    @Niels
    Du weißt genau, dass wir deine Kritik nicht des Inhalts wegen sondern vielmehr der Formulierung wegen für nicht gerechtfertigt erachtet haben. Und deshalb wird dies auch der letzte Kommentar sein, den ich über deine Ausführungen verlieren werde.

    @saschk:
    Ich bin nur auf das Thema “rechts, links” eingegangen, da es von Niels so explizit formuliert wurde. Ich denke aber trotzdem, dass in diesem Bezug das Stichwort Extremismus eine wichtige Rolle spielt und dein Argument, die Jusos hätten im Bezug auf den Volksentscheid das selbe versucht zu erreichen, wie die Rote Hilfe halte ich für eine Verharmlosung der Tatsachen, da es hier sicherlich ganz offensichtlich um verschiedene Ziele geht. Oder hat die Rote Hilfe auch etwas mit Mitbestimmung des Volkes zu tun? ^^

    Des Weiteren vertrete ich die Meinung, dass man entweder voll und ganz hinter einer Meinung, die man z.B. durch die Mitgliedschaft in einem Verein vertritt steht oder eben nicht. Da geht es nicht sich von dem einen zu distanzieren und das andere für gut zu empfinden. Und unser Bericht war auch in keinster Weise so gemeint, dass wir Franziska Drohsel eine Mitgliedschaft in einer außer parteilichen Organisation grundsätzlich nicht zugestehen würden. Hier geht es nämlich nicht um die Mitgliedschaft in einem Verein, sondern um die in diesem Verein vertretenen Interessen und um das Bild was durch solch eine Mitgliedschaft auf ALLE Jusos (da Vorsitzende und gewählt) abgewälzt wird.
    Ich möchte außerdem noch einmal den Begriff Verfassung ins Spiel bringen, da für mich auch in wesentlicher Unterschied darin besteht einen Vorschlag über eine Verfassungsänderung vom Volk her verabschieden zu lassen (hat ja leider nicht geklappt) oder ganz klar gegen die Verfassung zu verstoßen. Und natürlich werden durch die Rote Hilfe keine Waffen überreicht, aber es wird ein Teil dazu beigetragen, dass Menschen, die aufgrund klarer Fakten und aufgrund von demokratiefeindlicher “Arbeit” und als nichts anderes bezeichne ich die Vergehen der RAF verurteilt wurden.

    Zu guter letzt möchte ich doch noch ein Wörtchen zu Niels sagen, da ich einfach über folgende Textstelle nicht hinweglesen kann, ohne mich zu ärgern:
    “So halte ich zum einen die Unterstützung von Straftätern, die bei Demonstrationen o.Ä. verhaftet werden für schlichtweg falsch, da ich behaupte, dass diese nicht ohne bestimmten Grund verhaftet bzw. bestraft werden.”
    Angesichts der Vorkommnisse bei Studierendenproteste, Antifa-Demos und G8-Demos aktuell eine günstigstenfalls lächerliche Aussage, historisch auf alle Fälle bedenklich.

    Nun ich glaube den historischen Hintergrund, falls du damit auf den Nationalsozialismus anspielen willst (was ich schwer vermute) können wir erst einmal getrost außen vor lassen, da wir uns heute zu mindestens ist das meine Vermutung, nicht mehr in einer Diktatur befinden ^^
    Des Weiteren lässt sich deine Aussage also in folgenden Maßen überspitzt formulieren:
    Wenn ein Mensch auf einer Demonstration z.B. ein Stein wirft und damit jemanden verletzt oder sogar tötet ist dies also kein Verbrechen?
    -> Denn was für Verbrechen auf manchen Demos begangen werden, bzw. von welcher Art verbrechen du sprichst, darauf nimmst du keinen Bezug. In sofern finde ich meine Aussage … mal sagen … überhaupt sehr “un”-lächerlich!

    @sachk
    Zitat: Es ging dem Mainstream [...] ja niemals darum, was die RH wirklich für Ziele hat.

    Nun ich denke du hasst uns gerade selbst aus deiner Kategorie “Mainstream” herausgefischt, da es mir und den Mitgliedern des KV durchaus und sogar fast ausschließlich um die Ziele, einer von dir so schön als “zweifelhaft” bezeichneten Organisation und die Wirkung, die hiermit vermittelt wird geht.

    @Niels Natürlich überschreitet die Distanzierung von einer demokratiefeindlichen Organisation eine Grenze, nämlich die von einer Befürwortung des Kommunismus hin zu einer Demokratie!
    Ich persönlich habe diese Grenze allerdings nicht erst seit der Roten Hilfe überschritten und wenn du dich in der hier ansässigen Demokratie die ja so viele Gemeinheiten enthält, wie es im Kommunismus nicht der Fall wäre und welche auch nicht durch gezielte Planung und Zusammenarbeit zu lösen wäre nicht beheimatet fühlst, dann rate ich dir doch dich einmal mit den rechten solidarisieren, welche eine, ach so einstimmige Wahl (da ja alle sooo zufrieden sind mit ihrer Partei) streng befürworten.

    Und wie du selber feststellen wirst hat sich auch hier der schweinische Boote eingeschlichen, denn ich hätte den letzten Teil auch anders formulieren können, wie es dir sicherlich auch möglich gewesen wäre. (Sowas nennt man gezielte Provokation und außerdem beinhaltet es eine implizite Unterstellung (schön wa? Da kommt Freude auf ^^) )

    Mit freundlichen Grüßen
    André Behrens

  • 8. das_saschk  |  Geschrieben 9. December 2007 / 19:29

    @andre
    >Nun ich denke du hasst uns gerade selbst aus deiner Kategorie
    >“Mainstream” herausgefischt,

    zumindest in dieser diskussion und mit dieser definition habe ich euch von vornherein garnicht erst dazu gezählt.

    so long.
    das saschk

  • 9. Niels Kreller  |  Geschrieben 9. December 2007 / 23:14

    Lieber Andre,

    wenn du gegen die Quandts, die Mohns, die Thyssens et al. wenigstens halb soviel Gift verspritzen würdest, wie du es gegen Linke tust.
    Ich hab mal die Homepage durchgeblättert: Kein Wort gegen Rechts (außer den verweis auf die Kampagne der Jusos MV) gefunden, dafür aber gibts eben diese PE.

  • 10. André Behrens  |  Geschrieben 10. December 2007 / 16:37

    Lieber Niels,
    ich versuche doch die ganze Zeit zu verdeutlichen, dass es nicht nur die “Linken” sind, gegen die ich angeblich Gift verspritze. Hier möchte ich auch klar unterscheiden zwischen augenscheinlich Linken, welche sich an das Gesetz halten und solche, die dies nicht tun. Meiner persönlichen Meinung nach ist es auch wichtig, dass uns vom linken, sowie vom rechten Rand und damit meine ich keine Extremistischen oder demokratiefeindlichen Organisationen die Stirn geboten wird, damit wir auch an das erinnert werden, was wir eigentlich in dieser Welt bewegen wollen.
    Ich denke übrigens auch, dass du in naher Zukunft auch einmal einen Artikel über den rechten Flügel finden wirst. Bei uns kommt alles zu seiner Zeit und im mom sind nun mal die Rote Hilfe und die von dir vertretenen kommunistischen Ansätze dran und werden beleuchtet.

    Liebe Grüße
    André Behrens

  • 11. Robert Patzwald  |  Geschrieben 10. December 2007 / 22:41

    Tchja, so kühlen sich die Köpfe ab… :) Und vielleicht sind wir sogar bald in Niels Augen nicht in einer Reihe mit Nazis und anderen extremen Kräften aufzuzählen. Aber daran glaube ich zunächst nicht so schnell. Extreme Kräfte dulden wir im Kreisvorstand nicht. Glaubt das etwa jemand? Und wir wussten erst nach der Kandidatur und der Wahl unserer Vorsitzenden, dass diese in der RH Mitglied ist. Und nur weil andere sich äußern selbst zu schweigen ist Feige. Und das sind wir nicht. Auf der gleichen politischen Linie wie Du Niels bewegen wir uns sicherlich auch nicht. Ausserdem ist der Lankauer Flügel (wie dies bei Flügeln so ist hat jeder seinen wohlklingenden Namen und zu selbigen zählst du dich ja…) ja auch nicht mehr so stark, als das man sich an Flügeln oder eben wie man es auch nennen kann.. Strömungen festbeissen sollte. Vielleicht wird uns ja bald derartiges vorgeworfen… :D Wer weiss… Man sollte schon offen für Neues sein und das ist ja auch die Position, die die Lankauer verschlafen haben… Schön gepennt über die Jahre, wo sich andere Flügel angepasst haben… Angepasst an den Faktor Zeit und an den Faktor Mensch… So ist es bald so, dass der Seeheimer Kreis eine Stärke erreicht hat, die man Ihn nie zugetraut hätte… wie es sich mit den Netzwerkern verhält.. da bin ich nicht so gut im Bilde… Aber gibt ja angeblich auf Bundesebene 5 Flügel… Hoffentlich kann jemand mir diese mal aufschlüsseln und vor allem deren Beweggründe… ich flattere jedenfalls gleich mal ins Bett… LG Robert

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