Jusos rufen zum Gedenken auf!

Artikel erschienen in: Termine 6. February 2009

Artikel geschrieben von Andre Behrens

Jusogruppe Harburg lädt ein:
Gedenken an
Martin Leuschel und Karl Karcz

Am 30. Januar 1933 wurde Hitler auf Drängen führender Vertreter der Schwerindustrie, der Großagrarier, von Bankern, deutsch-nationalen Medien und Akademikern durch Reichspräsident Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Sie alle im Bunde fürchteten um ihre Macht und ihren Profit, da in der Zeit der Wirtschaftskrise die Arbeiterbewegung bei den letzten Reichstagswahlen wieder erstarkt war. Nur eine Woche später, am 6. Februar 1933 wurden der Gewerkschafter und KPD-Mitglied Martin Leuschel und der Gewerkschafter und SPD-Mitglied Karl Karcz von SA-Männern bei einem Überfall auf die Gaststätte „Stadt Hannover“, die damals am Großen Schippsee lag, durch Schüsse so schwer verletzt, dass Martin Leuschel noch in der Nacht starb, Karl Karcz 2 Monate später.

Beide waren sie auf einem Treffen der Metallgewerkschaft gewesen, auf dem – im Bewusstsein ihrer weltanschaulichen Unterschiede – über die Bildung einer antifaschistischen Einheitsfront gegen die Nazis beraten wurde. Die Beerdigung Martin Leuschels war die letzte große Demonstration gegen die Nazis. Über 20.000 Menschen, Gewerkschafter,

::- Kundgebung: Samstag, 7. Februar 2009, 11:30 Uhr Herbert-Wehner-Platz / Ecke Großer Schippsee

Wir wollen anlässlich des Jahrestages der Ermordung dieser beiden des Widerstandes gegen den Faschismus gedenken und die Frage beantworten, warum „Wehret den Anfängen“ auch heute, über 60 Jahre nach der Befreiung von Krieg und Faschismus, aktuelle Anforderung ist. Warum auch heute die Einheit der antifaschistischen Kräfte im Kampf notwendig ist, wo der Faschismus nicht vor der Tür steht, aber Nazis wieder in Landtagen sitzen. Was heute, wo auf der einen Seite die Gewinne der Großunternehmer steigen, auf der anderen Seite dafür immer mehr Menschen in die Gefahr des sozialen und kulturellen Abstiegs gebracht werden, zu tun ist um dies zu wenden und den Nazis keinen Platz für ihre Sozialdemagogie zu geben.

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