Bildungsstreik 2009

Artikel erschienen in: Aktionen 1. December 2009

Artikel geschrieben von Ronja

Winter 2009.
Seit nun mehreren Monaten tobt in unserem ach so ausgeglichenen Land ein starker Streit über das derzeitige Schul- und Bildungssystem. Denn obwohl wir Deutschen unser Land gerne als Bildungsrepublik bezeichnen gerät eine wesentliche Säule, auf der unsere Gesellschaft fusst stark ins Wanken. Dies nicht zuletzt aufgrund des Aspekts der verschiedenen Möglichkeiten und Türen, welche erst durch eine gute und weitgefächerte Bildung möglich werden. Denn dies ist in weiten Teilen unseres Landes nicht mehr gegeben. So wird z.B. durch viel zu hohe Klassenstärken, oder durch das entgeltliche Bildungssystem ein geregelter Ablauf für Alle deutlich erschwert. Dies natürlich alles bei gleichbleibendem, oder noch ansteigendem Druck, durch z.B. Schulzeitverkürzung, oder Bologna.
Dies betrifft besonders auch den Teil unserer Mitmenschen, die nicht immer auf ein volles Bankkonto, oder auf die Unterstützung der Eltern in der Erlernung eines Berufes bauen können. Um diesem und weiteren Missständen möglichst Einhalt zu gebieten und auch die derzeitige Regierung in Ihre Grenzen zu verweise haben sich eine Reihe von Schülern und Studenten zusammengeschlossen und bestreiken seither Schulen und Universitäten.
Den immer ausgeprägter werdende Zwist zwischen der praktizierten Klientelpolitik von CDU und FDP diagnostiziert auch das Abendblatt in seiner Ausgabe vom 28./29.Novmeber 09 in der unter der Überschrift “Beust präsentiert Streichliste” die geplanten schlimmen Verfehlungen des Hamburger Senats präsentiert werden.
So werden u.a. weniger Gymnasiallehrer trotz der geplanten Schulischen Veränderungen und dem damit verbundenen Arbeitsaufwand eingestellt werden. Des Weiteren bleibt auch die Kinderbetreuung nicht verschont und so werden besonders junge und alleinerziehende Mütter durch höhere Kita-Gebühren starken Repressalien unterworfen.
Dies alles natürlich bei gleichbleibenden Ausgaben für die Milliardenschwere Elbphilarmonie und besonders wichtige Kulturstätte Hamburg.

Diesen Missstand möchten sich die Jusos nicht anschließen und so werden wir am kommenden Freitag die streikenden Studenten der TUHH besuchen und sie in Ihrem praktizierten Streikvorgang unterstützen.
Hierzu möchten wir alle weiteren Interessierten herzlich einladen.

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