Monatsarchiv für den Zeitraum November 2011

Privatisierung der Pflege

Kommentar hinzufügen 24. November 2011

Pflege

(c) http://www.bmg.bund.de

Berlin. Am 16. November wurden in Berlin die neuen Eckpunkte zur Pflegereform beschlossen. Dieses sieht zum einen vor, dass die aufgrund der Altersstrukturen stetig wachsende Zahl an Demenz bei älteren Menschen Sorge getragen wird und so wird es in Zukunft möglich sein auch für eine Demenzerkrankung im Sinne der Einordnung in eine Pflegestufe entsprechende Unterstützung vom Staat für eine Betreuung zu erhalten. Das Rahmenprogramm sieht jedoch auch ein System der privaten Zusatzversicherung vor, was spätestens nach Einführung der staatlichen Riesterförderung und dem damit verbundenen Abschreibungen der Rentenversicherung durchaus geläufig sein sollte. Wie und ob überhaupt sich eine derartige Verteilung auch im Rahmen einer gleichberechtigten und gerechten Versorgung im Pflegefall bemerkbar machen wird ist mit großer Wahrscheinlichkeit fraglich. So treten beim Programm der privaten Vorsorge Probleme auf, wenn man an die Einzahlungsmöglichkeiten vieler in Niedriglohnbereichen beschäftigten Personen denkt.
So sind es insbesondere die Pflegekräfte selbst, die sich wohl oder übel keine private Vorsorge durch den von ihnen verdienten Lohn leisten können. Aber auch in anderen Bereichen werden hier viele Menschen Probleme haben im Rahmen monatlicher Zahlungen vorsorgen zu können.
Das gesamtgesellschaftliche Problem dieses Umstandes liegt auf der Hand. So werden Menschen ohne private Vorsorge vermehrt durch die Allgemeinheit in Form von Steuern durch unser Soziales Netz aufgefangen werden müssen. Wer hierbei profitiert ist wohl keiner Erwähnung wert.
Wir sollten deshalb aufpassen eben nicht in einer Zwei-Klassen-Gesellschaft auseinander zu driften. Vielmehr sollte eine solidarische Umlagefinanzierung als eine mögliche Lösung in Betracht gezogen werden. So stände einer breiten Zahl an Leistungserbringern eine verhältnismäßig kleine Zahl an Leistungsträgern gegenüber und ein entsprechender Beitragssatz könnte auch anhand des monatlichen Einkommens ermessen werden.
Wir sollten uns deshalb die Frage stellen, ob eine private Vorsorge wirklich alles das leisten kann, was innerhalb einer Gemeinschaft erwirtschaftet werden kann. Dies besonders mit dem Interesse nicht soviele Menschen von staatlichen Ersatzleistungen abhängig zu machen, für die eine private Vorsorge schlichtweg aufgrund des Gehalts nicht möglich ist.

 

Weihnachtsfeier der Jusos

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Freitag, 9. Dezember 18:00 – 23:30
Ort

Herbert-Wehner-Haus

Julius-Ludowieg-Str.9
Harburg
Für Jusos Harburg

Weitere Informationen

Alle Jusos und Freunde sind herzlich zur besinnlichen Weihnachtsfeier mit Keksen, Punsch und guter Laune eingeladen.

Um für unser leibliches Wohl zu sorgen, darf sich jeder von euch etwas ausdenken, was er dem Weihnachtsbüffett hinzufügen möchte. Es wäre klasse, wenn ihr kurz angeben könntet, was ihr mitbringt.

Ich freue mich auf einen schönen weihnachtlichen Abend mit euch,
eure Ronja

Wohnungsnot in Harburg

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Harburg Innenstadt. Schon seit geraumer Zeit ist bekannt, dass der Hamburger Wohnungsmarkt besonders für Studenten, Auszubildende, junge Mütter und Heranwachsende in finanzieller Hinsicht einige Überraschungen für seine Interessenten offenhält.
So kann man die derzeitige Wohnungsknappheit durchaus als desolat beurteilen, da zum einen nicht viele Immobilien zur Vermietung ausstehen und oder diese teilweise eine erhebliche monatliche Mietsumme aufweisen. Dies nicht zuletzt verursacht durch die stetig steigenden Nebenkosten, welche den Mietpreis in manchen Bereichen der Harburger Innenstadt zum Beispiel aufgrund von Verfehlungen hinsichtlich der Aufwertung bestimmter Immobilien erheblich in die Höhe treiben.
Am Samstag, den 19.11. haben die Jusos deshalb gemeinsam mit Interessierten einen Infostand in der Harburger Fußgängerzone veranstaltet.
“Im Rahmen vieler interessanter Gespräche mit einigen BürgerInnen fühlten wir uns in unserer Auffassung, was den Harburger Wohnungsmarkt betrifft durchaus bestätigt.” So Ronja Schmager (Vorsitzende der Harburger Jusos) Die stetig steigende Zahl an benötigten Wohnungen ist jedoch nicht nur ein Problem, was den Harburger Raum betrifft. So wird günstiger Wohnraum für junge Menschen zu Konjunkturzeiten (wie z.B. Semesterbeginn) durchaus knapp und zusätzlich werden die ohnehin (zum Harburger Umland) schon relativ hohen Mieten zusätzlich verteuert.
Eine Berechtigte Forderung wäre deshalb die Errichtung und Förderung von mehr und vor allem günstigen Wohnraum um besonders den Ansprüchen der sich fortbildenden Gesellschaft, sei es durch Studium oder Ausbildung Rechnung tragen zu können und so wird uns dieses Thema auch in Zukunft mit Sicherheit weiter beschäftigen.


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